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Ukrainische Geflüchtete – reibungsloser Übergang zum Jobcenter

Bonn  –  22. Juni 2022

  • Wechsel aus dem Asylbewerberleistungsgesetz in die Grundsicherung verlief geordnet dank früher Aktivitäten des Jobcenters sowie haupt- und ehrenamtlicher Flüchtlingshelfer*innen. 
  • Jobcenter Bonn bewilligt insgesamt 1.800 Neuanträge im Mai, davon 1.500 von Menschen, die aus der Ukraine geflüchtet sind, statt sonst ca. 350 Neuanträgen im Monatsschnitt. 
  • Integration Point Bonn ist Anlaufstelle rund um die Themen Spracherwerb, Arbeit und Ausbildung.

Seit dem 1. Juni werden geflüchtete Menschen aus der Ukraine, die über einen Aufenthaltstitel nach §24 Aufenthaltsgesetz oder eine entsprechende Fiktionsbescheinigung verfügen, bundesweit von den Jobcentern vor Ort betreut.

Im Jobcenter Bonn wurden allein im Mai 1.500 Neuanträge auf Leistungen zur Grundsicherung von Menschen aus der Ukraine gestellt und bearbeitet, zusätzlich zum normalen Antragsaufkommen. Für die überwiegende Zahl der Menschen ist der Rechtskreiswechsel aus dem Asylbewerberleistungsgesetz in die Grundsicherung des Jobcenters Bonn dennoch reibungslos verlaufen.

Rechtzeitig auf die Zuständigkeit ab 1. Juni vorbereitet

„Unser Ziel war es, den Menschen auch beim Übergang in unsere Zuständigkeit weiter Sicherheit zu geben und den Wechsel so schnell wie möglich zu organisieren – das haben wir in Bonn geschafft“, zieht Bereichsleiter Oliver Cremer, stellvertretend für die Geschäftsführung, eine positive Bilanz der letzten Wochen.

„Aber nicht nur unsere Mitarbeitenden im Jobcenter leisten hier gerade enorm viel. Ohne die zahlreichen haupt- und ehrenamtlichen Helfenden in der Flüchtlingshilfe wäre dies nicht so reibungslos verlaufen.“

Das Jobcenter Bonn hatte sich bereits Ende April 2022 intensiv auf die anstehende Aufgabe vorbereitet und gemeinsam mit der Stadt Bonn die notwendigen Absprachen getroffen. Dazu wurden über 2.000 Antragspakete an Hilfseinrichtungen, das Sozial- und Ausländeramt, an den Welcome-Point und an ehrenamtliche Helfende verteilt oder direkt an die Menschen ausgegeben.

Nur so gelang es, dass bereits vor dem Stichtag 1. Juni viele Anträge vollständig im Jobcenter Bonn vorlagen und das Jobcenter diese in kürzester Zeit bewilligen konnte.

1.800 Neuanträge im Mai statt sonst ca. 350 im Monatsschnitt

„Das war und ist immer noch ein enormer Kraftakt“, berichtet Stefan Breuer, Bereichsleiter Leistungsgewährung im Jobcenter Bonn.

„Im Monat Mai hat das Jobcenter Bonn rund 1.500 Neuanträge allein von geflüchteten Menschen aus der Ukraine bearbeitet. Hinzukamen noch ca. 300 Anträge von anderen Kund*innen, die ungefähr das sonst übliche Monatsaufkommen ausmachen. Zum Vergleich: In den vier Monaten Januar 2022 bis April 2022 zusammen wurden rund 1.400 Neuanträge im Jobcenter Bonn gestellt, also im Schnitt 350 pro Monat.“

Im Jobcenter Bonn geht man davon aus, dass nun der größte Teil der aus der Ukraine nach Bonn geflüchteten Menschen, die einen Aufenthaltstitel nach §24 Aufenthaltsgesetz haben, bereits Leistungen aus der Grundsicherung bekommt.

Die nächsten Schritte

Wenn die Grundsicherung sichergestellt ist, rücken u.a. Themen wie Wohnungssuche, Einschulung der Kinder, Integration in Arbeit und Ausbildung in den Vordergrund. Auch dabei unterstützt das Jobcenter Bonn die betroffenen Menschen mit seiner Expertise.

Der Integration Point direkt neben dem Jobcenter Bonn berät

Knapp 2.100 erwerbsfähige leistungsberechtigte Menschen (15-65 Jahre) aus der Ukraine sind inzwischen im Jobcenter Bonn registriert, die zahlreichen Minderjährigen U15 nicht mitgezählt.

Der Integration Point hat bereits 1.125 Einladungen versendet und über 600 Erstgespräche geführt. Im U25-Team des Jobcenters werden rund 220 Jugendliche aus der Ukraine im Alter von 15 bis 17 Jahren betreut.

„Im Beratungsprozess zeigt sich“, so Ralf Schäfer, Koordinator und Teamleiter im Integration Point Bonn, „dass die ukrainischen Flüchtlinge sich schnell und eigenständig um die Teilnahme an einem Integrationskurs bemüht haben. In Bonn haben die Integrationssprachkursträger und andere Sprachkursanbieter sehr früh für eine Aufstockung von Kursplätzen gesorgt, so dass es in Sachen Spracherwerb aktuell keine großen Zeitverzögerungen geben sollte, die den Integrationsprozess behindern.“

Der überwiegende Teil der Menschen aus der Ukraine sind Frauen, darunter viele gut qualifiziert, sehr oft mit Kindern. Viele von ihnen möchten so schnell wie möglich arbeiten. Eine ausreichende Zahl von Betreuungsangeboten für Kinder ist eine der Voraussetzungen, wenn die Integration auf dem Arbeits- und Ausbildungsmarkt gelingen soll.

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