Unter dem Motto „(Weiter-)BILDUNG schafft ZUKUNFT“ veranstaltet das Jobcenter Bonn am 25. Februar 2026 erneut seine Weiterbildungsmesse. Die Veranstaltung richtet sich an alle Kund*innen des Jobcenters, darunter zahlreiche Menschen mit Fluchthintergrund, die an einer Weiterbildung interessiert sind. Rund 500 Kund*innen des Jobcenters haben am kommenden Mittwoch die Möglichkeit, mit 20 Trägern der beruflichen Weiterbildung ins Gespräch zu kommen.
„Qualifizierung ist und bleibt der entscheidende Hebel für nachhaltige Integration in Arbeit. Mit der Weiterbildungsmesse schaffen wir den direkten Zugang für unsere Kund*innen zu konkreten Angeboten – praxisnah, transparent und individuell. Wer heute in Weiterbildung investiert, stärkt seine berufliche Zukunft und unseren regionalen Arbeitsmarkt gleichermaßen“, so Wolfgang Haacke, Leiter des Bereichs Markt & Integration im Jobcenter Bonn.
Die Bildungsangebote auf der Messe orientieren sich daher am Bedarf des regionalen Arbeitsmarktes. Sie sollen Arbeitslosen helfen, Defizite bei der beruflichen Qualifikation auszugleichen und so die Integrationschancen zu verbessern.
Warum Qualifizierung wichtig bleibt!
Geschäftsführer Günter Schmidt: „Bei insgesamt gestiegener Arbeitslosigkeit bleibt die Struktur, die unseren regionalen Arbeitsmarkt prägt, eine Herausforderung: Dem hohen Anteil an Arbeitslosen ohne Berufsabschluss (50 Prozent) stehen nur relativ wenige Stellen auf Helferniveau gegenüber, weil über 80 Prozent der freien Stellen in Bonn und Rhein-Sieg eine Qualifikation auf Fachkraft- oder sogar Spezialistenniveau voraussetzen.
Deswegen geht unser Auftrag auch über reine Vermittlung hinaus – wir setzen bewusst auf eine Strategie, welche die Qualifizierung unserer Kund*innen und die enge Zusammenarbeit mit den Arbeitsmarktpartnern, Bildungsträgern und Unternehmen miteinander verbindet.“
Spezifische Faktoren des regionalen Arbeitsmarktes
Die Jahresbilanz der Agentur für Arbeit Bonn für 2025 zeigt, dass im vergangenen Jahr insgesamt 13.387 freie Stellen im Agenturbezirk Bonn/Rhein-Sieg gemeldet wurden. Dies ist ein Stellenrückgang um 3.136 Stellen (-19 Prozent) im Vergleich zum 2024.
Davon entfielen 2025:
- 26 Prozent auf Experten- oder Spezialistenniveau (2024: 29 Prozent)
- 55 Prozent auf Fachkraftniveau (2024: 53 Prozent)
- 19 Prozent auf Helferniveau (2024: 18 Prozent)
Gleichzeitig waren 2025 durchschnittlich 33.181 (2024: 31.466) Menschen im Wirtschaftsraum Bonn/Rhein arbeitslos gemeldet, davon mit 16.661 Personen der größte Teil (50 Prozent) ohne Ausbildungsabschluss. Ein erheblich geringerer Anteil der Arbeitslosen hatte eine Ausbildung zur Fachkraft (9.206, 28 Prozent) oder eine akademische Ausbildung (5.833, 18 Prozent). Für 1.481 Personen (4 Prozent) fehlte eine Angabe.
Wir freuen uns, wenn Sie die Weiterbildungsmesse besuchen
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